Die Holzkiste

Im Wohnzimmer an der Steckdosenleiste ist jede Menge angesteckt: unser Raumfeld, ein Bluetooth Audio Empfänger, iPad und Handy Ladegerät, Beamer, HDMI Stick, gemütliche Regallampe. Es gibt zwar einen Hauptschalter an der Steckdosenleiste, aber immer wieder muss man Sachen ein- und ausstecken. Seitdem ich mir mal ein 8-fach Relais für ein nie durchgeführtes Feuerwerk gekauft hatte, wollte ich das immer schon mal verwenden, um das ein- und ausstecken zu vereinfachen. Zur Hochzeit haben wir eine einfache Holzkiste geschenkt bekommen, in der die „ein Jahresüberraschung“ drinnen war. Seit dem ist die leer und wartet auf eine weitere sinnvolle Verwendung. Leider ist es nicht so einfach Steckdosenleiste zu finden, bei der man jede einzelne Dose einzeln verkabeln kann, aber beim Lagerhaus bin ich schließlich fündig geworden. Mit der Stichsäge ein Loch in die Holzkiste und schon passt die Steckdosenleiste rein:

Und weil drei Steckdosen nicht reichen, gleich noch eine:

Die Steckdosen werden verkabelt, die Phasen werden jeweils einzeln mit den Relais verkabelt:

Neben der Öffnung für die Steckdosenleiste gibt es einen Lüftungsschlitz für die Hitzeentwicklung des Raspberry.

Damit die Stromversorgung des Audio Bluetooth Dongles separat geschaltet werden kann, wird auch der USB Anschluss über Relais geführt.

Damit ich auch die Funksteckdosen über den Raspberry steuern kann, mussten 433 Mhz Sender und Empfänger her:

http://raspberry.tips/hausautomatisierung/raspberry-pi-pilight-mit-433mhz-modulen-zur-hausautomatisierung/

Hier sieht man die bereits verkabelten Relais:

Und hier ein Blick in die fertige Kiste:

So nun heißt es erstmal, die GPIO´s manuell zu setzen und die Steuerung auszuprobieren:

Alles funktioniert, also die Kiste zugemacht…

… angeschlossen und dann geht´s nur noch am Computer weiter.

In PiLight wird nochmals eine andere Nummerierung der GPIO´s verwendet: http://wiringx.org/ – aber am Ende funktioniert es.

Über die WebGui von PILight funktioniert das ganze schon, jetzt noch Homebridge konfigurieren: https://www.npmjs.com/package/homebridge-pilight

Fertig – jetzt kann ich das Bürolicht und alle Steckdosen mit meinem iPhone sogar im Sperrbildschirm schalten – great!

Schreibtischlampe basteln

Eigentlich finde ich es an unseren Schreibtischen schon immer etwas zu dunkel, da man bei angeschaltetem Deckenlicht seinen eigenen Schatten wirft. Halogen Spots haben Julia nie wirklich imponiert, aber seit dem es LED Spots gibt, ist Julia für die Idee eines extra Schreibtischlichts offen.

Also vier Spots und einen LED Traffo gekauft, Litzen und Lampenhalter hatte ich noch im Keller vermutet. Doch leider waren dort keine mehr zu finden, und egal wo man im Internet sucht – wenn man welche kaufen würde, stimmt einfach das Preis-Leistungsverhältnis nicht.

Erfinderisch werden war also angesagt. Im Keller lagert noch schwarzer und weißer 2mm Draht, den ich damals für unsere Hochzeitsfiguren hergenommen habe. Die Position der Lampen am Seilsystem muss sich eh nicht mehr verändern, das heißt die Leitungen zu den Spots kann man fix machen. Nach etwas herum probieren, ist das herausgekommen:

Damit das ganze nicht so provisorisch aussieht, noch etwas Schrumpfschlauch verwendet…

…kurz den Föhn verwendet und schon sieht das ganze wie eine professionelle Sonderanfertigung aus:

Aber wie schaltet man das Licht an? Genau, „home automation“ muss her. Funksteckdosen, ein RaspberryPi, etwas Software und schon geht es los… mehr dazu im nächsten Eintrag!

Zumindest mit der Funkfernbedienung kann man das Licht schon aktivieren:

Etwas Tempo rausgenommen…

Auf dem Rückweg aus dem Norden Dänemarks hatten wir geplant ein Wikingermuseum anzuschauen, leider waren wir etwas enttäuscht, als wir dort ankamen und benutzen dort lediglich das WC.

Leider hab ich mir eine kleine Erkältung zugezogen, deswegen gestalten wir den Tag eher ruhig und genießen die Sonne 🙂

Auf der Suche nach einem Stellplatz sind wir heute sehr wählerisch und fahren deswegen verschiedene Plätze an, bis wir den richtigen finden…

Bevor wir noch Bilder sortieren und hochladen, machen wir noch einen Spaziergang im angrenzenden Waldstück und Julia wagt ein Abenteuer…

Dienstag, 9. Juni

Heute geht unsere Reise wieder Richtung Süden, diesmal an der Ostküste Dänemarks. Und was uns gleich mal auffällt ist, dass irgendetwas fehlt…spätestens als uns die ersten Windräder in die Augen fallen geht uns ein Licht auf…der Wind fehlt! Und so sollte es auch den ganzen Tag bleiben…wir können als jetzt mit Fug und Recht sagen, dass wir EINEN windfreien Tag in Dänemark erlebt haben!! 🙂
Unsere Fahrt führt uns noch einmal durch Skagen, wo ich den Bahnhof aus dem Fenster fotografiere. Dann geht es gleich weiter in ein kleines, süßes Örtchen weiter südlich: Sæby. Nachdem wir ein paar mal im Kreis gefahren sind, haben wir schließlich auch einen Parkplatz für unser riesiges Gefährt gefunden.
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Auf gehts zu unserem Stadtbummel. Da es noch vor 10 Uhr ist beginnen die Läden sich erst langsam zu öffnen (die Dänen arbeiten nach dem Motto spät anfangen, früh aufhören 😉 ). Tobi fallen gleich die vielen Friseure auf und möchte gern einen ausprobieren, nachdem wir bei 5 verschiedenen waren geben wir auf. Alle arbeiten nur mit Terminen. Aber dafür können wir uns ganz dem Bummeln widmen. Wir sehen schöne Fachwerkhäuser in verschiedensten Farben, viele kleine Geschäfte, die lauter Krimskrams verkaufen. Eins hat auch gleich ein kleines Cafe dabei im Innenhof. Ein paar kleine Tische mit gepolsterten Stühle laden zum Verweilen ein. Da lassen wir uns nicht lange bitten und bald sitzen wir in der Sonne, jeder einen leckeren Smoothie vor sich. Ansonsten ist noch ein Balancierparcour für Kinder zu erwähnen, den ich gleich mal ausprobiere. Die Dänen wissen wirklich wie man tolle Kinderspielplätze gestaltet, dass fällt uns immer mehr auf.
Jetzt wollen wir aber weiter. Die Ostküste ruft. Bald finden wir einen schönen Parkplatz etwas entfernt von der Straße. Sogar mit schönen Sanitäranlagen und einem Außenwasserhahn, wo wir unser Wasser auffüllen können. Nachdem das erledigt ist spazieren wir durch Wald und Heide 200 m zum Strand. Das Meer ist hier deutlich ruhiger als auf der Westküste (natürlich auch weil kein Wind ist). Außerdem liegen massenhaft Muscheln herum und sogar Tobi packt die Sammlerfreude (und das will was heißen 😉 ). Leider spürt Tobi eine Erkältung kommen und wir gehen bald zurück zum WoMo.
Nach einer Stärkung ist es jetzt an mir uns zu chauffieren, damit Tobi sich ein bisschen erholen kann. Auf dem Weg machen wir einen Zwischenstopp an einer typischen dänischen Mühle. Dann noch ein Picknickplatz Lindholm Høj, von wo aus ich noch einen kleinen 10minuten Rundgang mache zu einem Grabfeld. Dort grasen auch viele Schäfchen, die ich natürlich gleich fotografieren muss.
Über die Høj hinunter geht es nach Aalborg. Die größte Stadt wahrscheinlich, die wir uns anschauen. Nach unserer Parkplatzsuche gehen wir entlang des Flusses der durch Aalborg fließt in die Altstadt. Man merkt gleich, dass das eine Studentenstadt ist. Generell gefällt uns der Mix aus Alt und Neu hier sehr gut, aber nach einer Stunde haben wir schon wieder genug von dem Stadtleben also ob in die Natur.
Unser Ziel ist ein See mitten im Wald in einem Nationalpark. Dort angekommen gehe ich noch schnell an den See, um ein paar Bilder vom Sonnenuntergang zu machen. Dann aber ab in die Federn, damit Tobi sich gut erholt.

Montag, 8. Juni

Nach einem leckeren Frühstück im warmen Wohnmobil freuen wir uns darauf, uns die Sanddünen von Rubjerg Knude aus der Nähe anzusehen. Nach einigen Minuten erreichen wir einem Parkplatz an dem es kostenlos Fahrräder zum Ausleihen gibt, um schneller ans gewünschte Ziel zu kommen – genau das richtige für unseren Freizeitstress 😉
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Also mit dem Fahrrädern Richtung des verschütteten Leuchtturms. Die Fahrräder lassen wir zurück, sobald die Düne beginnt und genießen den Fußmarsch durch den Sand. Umso näher wir dem Leuchtturm kommen, umso mehr bläst uns der sandige Wind ins Gesicht. Zu meiner Überraschung ist sowohl der Leuchtturm als auch die Ruinen der zwei Häuser vom Sand schon wieder freigegeben. Strom gibt es zwar im Leuchtturm noch, aus Sicherheitgründen ist aber leider die Treppe abgerissen, so dass wir am Boden bleiben müssen. Von den Häusern sind nur noch Ziegel übrig geblieben, die Betonschutzwand steht verlassen vor einer Hauswand. Tja, manchmal können Menschen einfach nichts ausrichten.
Nachdem wir beim Wohnmobil angekommen sind, machen wir uns auf den Weg zu Dänemarks größter Wanderdüne Rubjerg Mile. Als wir auf dem Parkplatz ankommen sind, ist dort schon etwas mehr los. Noch schnell in eine kurze Hose geschlüpft und schon geht es barfuß durch den warmen Sand. Von einem Hügel zum Nächsten, ein nettes Ehepaar bietet uns sogar an, vom uns gemeinsam Springfotos zu machen.
Kommt nach dieser Düne noch eine, und noch eine, und nochmal eine? So gehen wir weiter, bis wir am Ende der Dünenlandschaft nur noch niedriges Strauchgewächs sehen. Wir machen uns auf dem Rückweg, fotografieren einzigartige Sandformationen und ich erforsche die heimischen Käferarten mit ihrem Überlebensmöglichkeiten im endlosen Sand 🙂
Eigentlich wollten wir in der Nähe von Tornby Bjerg eine Kanutour machen, leider ist der Verleih Montags geschlossen – so lassen wir uns wenigstens die Fahrt auf 88m Höhe nicht entgehen.
Zwischen drinnen bleiben wir immer wieder an schönen Stränden stehen, schließlich speisen wir direkt auf einem Autostrand.
Mit vollem Magen machen wir uns auf zum nördlichsten Punkt von Dänemark. Auf den Straßen sehen wir immer öfter Wohnmobils und ehe wir uns versehen erreichen wir die Stadt mit den gelben Häusern und den roten Dächern mit weisen Rändern: Skagen. Am Standrand halten wir kurz an, um einen Küstenfeuerplatz zu besichtigen.
Wir lassen uns nicht lange aufhalten und fahren weiter zum nördlichsten Strand Dänemarks. Hier finden sich wieder ein paar Bunker und sehr breite Sandstrände. Dort kommen die beiden Meere, Skagerrak und Kattegat zusammen – echt interessant wie in Ufernähe die Wellen der beiden Gewässer zusammenschlagen. Das obligatorische Foto „ich stehe gleichzeitig in Skagerrak und Kattegat“ lassen wir und trotz der Albernheit nicht entgehen 🙂
Ganz in der Nähe des kostenpflichtigen Übernachtungsplatzes finden wir einen kleinen Parkplatz auf dem wir eine super Aussicht auf die untergehende Sonne haben. Nach einem Abendessen knippst Julia zahlreiche Fotos und wir trotzen dem kalten Wind mit einem wärmenden Tee. Kurz überlegen wir, ob wir gleich am nächsten Morgen gleich den Sonnenaufgang wieder anschauen sollten – der wäre ja nur fünf Stunden später – da fällt uns ein: wir sind ja im Urlaub 🙂

Wir fuhren nach Fur…

Schon sehr früh starten wir unsere Reise. Wir wollen heute auf die Insel Fur. Eine Insel, die auf unserem Weg zurück in den Norden mitten im Limfjord liegt. 5 Minuten dauert die Überfahrt und im Preis von 110 DKK ist die Rückfahrt gleich mit drinnen. Es gibt ja auch nur diesen einen Weg hin und zurück. Leider ist der Himmel über der Insel wolkenverhangen aber wir suchen uns erstmal ein Plätzchen am Meer um zu frühstücken.
Den ganzen Tag verbringen wir dann mit Erkundungen auf der Insel. Die größte Besonderheit sind hier die Molersteinbrüchr. Ein Art Tongestein, dass sehr leicht ist und hier abgebaut wird. Schön anzuschauen sind die Schichten, die man in den Steinbrüchen sieht, der Moler ist nämlich immer wieder mit Ascheschichten durchzogen. Dadurch kommen schöne Farben und Muster zustande. Ich bin voller Tatendrang und möchte am liebsten jedes Eck der Insel sehen. Tobi plagt aber schon der Hunger weshalb mir eine Snackpause an den Molerklippen am Strand einlegen. Die Sonne lässt sich auch immer öfter sehen und die Picknickbank zwischen den Büschen ist sogar windgeschützt. Nachdem wir auch noch den ‚Gammel‘ (Dänisch für ‚alt‘) Hafen besichtigt haben und die Insel im Prinzip einmal umrundet haben fahren wir wieder aufs Festland.
Jetzt geht es schnurstracks Richtung Norden. Leider müssen wir noch einmal ein kurzes Stück mit der Fähre fahren. Leider deshalb, da beim Herunterfahren von der Fähre ein kleines Missgeschick passiert. Der Seitenspiegel des neben uns stehenden LKWs wir von unserem rechten oberen Positionslicht gestreift. Das Licht ist kaputt und die Fassung des Seitenspiegel hat einen Sprung. Bevor wir uns jedoch groß Sorgen über Versicherungsgeschichten machen können tut der LKW Fahrer die Sache mit einem (und ich zitiere): „Shit happens every day“ ab und fährt weiter.
Den Schock verdauen wir erst mal bei einer Stärkung an einem schönen Picknickplatz bevor wir dann das letze Stück zu einem Parkplatz in der Nähe des Rubjerg Knude fahren. Dort steht auch schon ein Campingbus aus der Schweiz. Eine Frau winkt uns freundlich zu.
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Nachdem wir uns noch kurz die Bein vertreten haben heißt es wieder ab ins Alkoven nach einem vollen und schönen Tag!

Mach mal Pause!

Ganz entspannt können wir in den Sabbat starten. Nach dem Frühstück fahren wir die kurze Strecke zur Gemeinde Herning. Ein kleines Gebäude mit herzlichen Menschen, wie sich herausstellt. Als wir ankommen winkt uns Joachim schon in einen Parkplatz. Wir haben ihn vor ca 2 Wochen kennengelernt, als er zu Besuch in Österreich genauer gesagt einem Gemeindewochenende in Werfenweng war. Wir freuen uns über das Wiedersehen und, dass wir auch seine Schwester, seinen Neffen und seine Nichten kennenlernen können. In der Gemeinde wird dann sogar eine deutsche Sabbatschulgruppe für uns gemacht und es stellt sich heraus, dass es einige deutsche Familien hier gibt. In Herning gibt es nämlich eine adventistische Grundschule. Beim Potluck unterhalten wir uns noch weiter mit ein paar deutschen Einwanderern über die Umstellung und generelle Unterschiede von Land und Leuten…
Den Nachmittag und Abend verbringen wir dann mit Joachim, seiner Schwester und ihren Kids. Wir spazieren durch einen Art Schlosspark wo zahlreiche Blumen blühen und freuen uns über die schöne Gemeinschaft. Nach noch einem gemeinsamen Abendessen, Bibelspielen und Abendandacht sagen wir gute Nacht, da wir morgen schon sehr früh los starten wollen. Parken dürfen wir diese Nacht auf dem Parkplatz der Schule, die mitten in der Natur liegt und wo Joachims Schwester wohnt.

Sandede Bjerg

Nach einer guten Nacht starten wir wieder in einen sonnigen Tag.

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Erst wollen wir mal den Nationalpark Thy ein bisschen erkunden. Wir lassen heute die Fahrräder aber mal ruhen und fahren erst mit dem WoMo zu zwei verschiedenen Seen und gehen dann zu Fuß ein bisschen durch die Landschaft. Uns fällt gleich in der Früh auf, dass der Wind heute etwas weniger ist und auch die Sonne scheint kräftig. So zieht es uns richtig ans Meer. Auf unserer Fahrt weiter in den Norden machen wir ein paar kleine Abstecher, steuern aber sonst zielstrebig zu unserem eigentlichen Ziel für heute: der Bulbjerg. Eine 47 m hohe bewachsene Sanddüne. Falls sich jetzt jemand wundert warum er dann Bul“bjerg“ heißt (bjerg heißt wirklich Berg), dann geht es euch wie mir. In Dänemark nennt man scheinbar jede Erhebung Bjerg. Sobald eine Straße bisschen bergauf geht heißt sie auch gleich irgendwas mit Bjergvej (Bergweg). Aber zurück zum Bulbjerg. Nachdem wir mit dem WoMo oben angekommen sind, sehen wir gleich wieder einen der zahlreichen Bunker aus dem 2. Weltkrieg. Jetzt wird er allerdings als Toilette verwendet und ansonsten freuen sich die Kinder (bzw Tobi) über eine Klettermöglichkeit.

Nachdem wir die Aussicht über Land und Meer genossen haben, lockt uns der unter uns liegende Strand. Bepackt mit Picknickdecke und Wasser geht es über eine lange Treppe bergab. Unten angekommen machen wir es uns im Windschatten der Klippen gemütlich. Da könnte einem fast heiß werden. Aber zur Abkühlung genügt schon die Zehen ins Wasser zu halten. An Baden ist da wirklich nicht zu denken…

Ich begnüge mich mit fotografieren, schöne runde Steine sammeln und wir Aalen uns beide in der Sonne. In den Klippen haben sich übrigens zahllose Möwen eingenistet, so viele habe ich noch nie auf einmal gesehen.

Letztendlich treibt uns dann aber doch der Hunger wieder hinauf, und man kommt tatsächlich kurz ins schnaufen, wenn man da schnell hochsteigt auf den „bjerg“ zum Essen gibt’s heute leckere Burger, die wir sichtlich genießen…

Nachdem wir uns gestärkt haben entscheiden wir uns nach Herning aufzubrechen. Wir haben nämlich eine Einladung in eine Gemeinde bekommen, die wir trotz Umweg nicht ausschlagen möchten. So verabschieden wir uns von unserem schönen Plätzchen und machen uns auf den Weg wieder südlich. Nachdem wir in Herning die Gemeinde ausfindig gemacht haben, suchen wir noch einen Übernachtungsplatz. Hier hilft uns diesmal unser Navi, auf dem wir einen Parkplatz im Grünen finden. Nur 10 min von der Gemeinde entfernt und eine kleiner Fluss inklusive See (Sø auf Dänisch) ist auch gleich dabei.

 

Ganz in Ruhe starten wir den Sabbat und freuen uns schon auf die Gemeinschaft morgen.

Radeln, Kanufahren und entspannen

So wie der Tag gestern ausgeklungen ist fängt er auch wieder an. Die Sonne wärmt schon unser WoMo und wir müssen nicht mal einheizen. Wir setzten unsere Reise gleich fort zum Bovbjerg Fyr (Leuchtturm). Ganz in rot strahlt er uns über die sanften Wiesen entgegen. Dahinter geht es dann steile Lehmklippen zum Strand hinunter. Der Wind ist hier natürlich wieder täglicher Begleiter. Dafür wird uns während des Frühstücks auch direkt vor dem Fenster eine Flugshow geboten. Zwei Männer steuern gekonnt ihre Segelflugzeuge. Wir sehen Loopings, Schrauben, Hammerköpfe,… Tobi klärt mich über die verschiedenen Namen der Kunststücke auf, man lernt nie aus. Außerdem nutzen auch ein paar Paraglider den starken Wind aus.

Wir bleiben aber am Boden und packen unsere Fahrräder aus. 44 km geht es durch die Landschaft und wir kommen an schönen Plätzchen und teilweise Wegen vorbei, die es laut Tobi nicht wert sind Fahrradweg genannt zu werden. Aber wir werden mit schöner Natur belohnt und finden auch einen schönen Platz am Wasser, den wir später mit dem WoMo wieder besuchen. Aber erst heißt es nochmal fest in die Pedale treten, denn wir müssen die letzten 15 km gegen den Wind strampeln. Am Ende sind vor allem unsere Hinterteile froh, dass sie sich wieder in die bequemen WoMo-Sessel setzen dürfen…

Wir fahren also zu unserem soeben entdeckten Platz und stärken uns. Anschließend möchte Tobi gern unser Kanu ausprobieren. Nachdem wir es endlich fertig aufgepumpt hatten, starten wir einen ersten Versuch (die Jungfernfahrt unseres Kanus obwohl schon ein Jahr alt). Wir sind jedoch etwas enttäuscht über die Wasserlage und nach ein bisschen herumpaddeln haben wir schon wieder genug… Der Wind ist außerdem wieder stärker und die Zeit fortgeschritten. Also alles wieder einpacken.

Während wir am Zusammenräumen sind kommt eine Kinderschar daher, anscheinend ein Art Lager und plötzlich haben die Kinder lauter Fische in der Hand…ihre Aufgabe: lebendige Fische töten und ausnehmen, wir sind etwas angeekelt, um es gelinde zu sagen…die Kinder teilweise auch und teilweise sind wir erstaunt, wie selbstverständlich sie damit umgehen…

Wir nehmen nochmal a 70 km unter die Räder und finden einen schönen Rastplatz im Nationalpark Thy, wo wir es uns gemütlich machen…

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