Sardegna

Ein nächster Urlaub liegt schon wieder hinter uns…diesmal ging es wieder in den Süden. Zu acht haben wir für 11 Tage Sardinien unsicher gemacht und dort vor allem die Westküste. Meer, Sonne, Strand und gute Gemeinschaft, inklusive ein WoMo und ein Mietauto (natürlich ein Fiat, wie könnte es in Italien auch anders sein…), so lässt es sich urlauben. Nur schade, dass die Zeit so schnell vorbei geht. Bevor die Eindrücke nachlassen wollen wir hier noch einmal die Reise Revue passieren lassen und mit einigen Fotos Geschmack auf Sardinien machen.

Am Montagmorgen ging es los – mit einem sehr netten Taxi 😉 ging es zum Flughafen in Salzburg und nach einem nicht mal 1,5h langen Flug haben wir uns schon in Olbia wiedergefunden. Mietauto abholen und los geht es…

Am Capo Pecora sind wir dann mitten im Wohnmobilurlaub gelandet. Ein wildromantisches Kap, dass ein inoffizieller Womo Stellplatz geworden ist. Nach der ersten Nacht im Dachzelt mit Meeresrauschen im Hintergrund geht es weiter entlang der Costa Verde. Das nächste Ziel ist ein langer Sandstrand hinter einer riesigen Wanderdüne, die einige von uns am Abend auch noch erklimmen und mit einem herrlichen Ausblick belohnt werden. Ansonsten tummeln wir uns am Tag in den riesigen Wellen…

Am Abend geht es über holprige Straßen (inklusive 2 Flussüberquerungen!!) entlang der Küste weiter zu unserem nächsten Übernachtungsplatz. Ein verlassenes Hotel direkt am Strand. Am Morgen wird gleich die heruntergekommene Hotelanlage inspiziert. Es ist eine Schande, dass es nicht mehr im Betrieb ist, mit diesem Ausblick und der strandnahen Lage. Am Nachmittag besuchen Ziegen den Parkplatz, der sich schon sehr gefüllt hat und nutzen sogar die Autos um besser von den Bäumen fressen zu können…Nach einem weiteren wunderschönen Sonnenuntergang geht die Fahrt weiter zu einem weiteren besonderen Strand…einem Reiskornstrand. Weiße reiskorngroße Kieselsteine, perfekt abgerundet geben dem Wasser eine karibische Note. Am Abend bummeln wir noch in Bosa, einem netten kleinen Städtchen, dann gehts zu einem höher gelegenen Stellplatz an dem wir für die nächsten 3 Nächte sogar bleiben. Wir haben einen wunderschönen Blick über die Küste, fahren mit dem Paddelboot zu den Stränden, die hauptsächlich aus Felsplatten, umrahmt von weißen Klippen bestehen. Schnorcheln, Paddeln, Klippenspringen und Küstenspaziergänge…hier lässt es sich auch definitiv länger aushalten. Sonntagsfrüh zieht es uns jedoch weiter zum nächsten Kap…

Capo Caccia beeindruckt wieder mit schönen Felsformationen und mit einer riesigen Tropfsteinhöhle (Grotta di Nettuno), die man über einen lange Treppen entlang des Felsens erreicht. Den Nachmittag verbringen wir an einem Strand in der Nähe von Alghero, wo wir am Abend auch noch bummeln gehen. Wir fahren noch ein Stück ins Landesinneren und bei einer wunderschön beleuchten Kirche verbringen wir die Nacht…

Unser nächstes Ziel ist ein Städtchen, das etwas erhöht im Landesinneren liegt. Die Altstadt von Tempio ist aus lauter Granitsteinen gebaut. Über kurvige und teils sehr teile Straßen kommen wir zur nächsten Badegelegenheit…diesmal Süßwasser. Ein Fluss, in dem heiße Thermalquellen entspringen. Daneben eine riesige Therme, wir nutzen aber den gratis Zugang zum Fluss…Es wird direkt zur Sucht von einer warmen Stelle zur nächsten zu schwimmen…immer mit den Fingern vortastend, den an manchen Stellen wird es empfindlich heiß.

Jetzt geht es zurück an die Küste. Nach rechtzeitig erreichen wir unseren Übernachtungsplatz fast direkt am Strand, um einen nächsten herrlichen Sonnenuntergang zu sehen. Am nächsten Tag erkunden wir die Küste…ein schöner Sandstrand nach dem anderen. Ein paar von uns finden sogar ihre eigene kleine Bucht, die sie mit niemanden sonst teilen müssen…

Wir fahren weiter zu unserem letzten Ziel…Capo Testa. Am Abend bummeln wir in der Altstadt von Santa Teresa, wo wir auch den Sonnenuntergang und einen Blick auf die Küste von Korsika und Bonifacio genießen. Am nächsten Tag erkunden wir dann das Kap. Runde Felsen, Höhlen, kleine Sandstrände, soweit das Auge reicht…ein schöner Ausklang…

Wir im Mietauto fahren dann schon mal voraus nach Olbia, um den Schlüssel für unsere Unterkunft für die Nacht zu bekommen. Dann treffen wir uns noch einmal in Olbia für ein letztes gemeinsames Essen. Jetzt heißt es Abschied nehmen. Das WoMo rollt Richtung Fährhafen, wir zu unserer Unterkunft bei Mara (nachdem wir unser Mietauto wieder auf Vordermann gebracht haben). Nach einer Nacht in einem normalen Bett machen wir uns auf zum Flughafen. Eine gute Stunde dauert der Flug zurück und wir sind wieder auf österreichischen Boden…

Sidste dag

Als wir aufwachten wussten wir es noch nicht, aber heute sollte für uns der letzte Tag in Dänemark sein. Der erste Blick nach draußen zeigte uns einen bedeckten Himmel. Außerdem dauert es einige Zeit bis wir uns aus dem Bett schälen konnten. Tobi fühlte sich zwar schon etwas besser, aber zu viele Bäume wollte er auch wieder nicht ausreißen. Nach einem ruhigen Frühstück schaffte es die Sonne schon immer durch die Wolken zu kommen und Tobi fühlte sich fit genug, dass wir etwas unternehmen konnten. Also sind wir erstmal nach Silkeborg gefahren und nach einem kurzen Spaziergang am Torvet (Marktplatz) haben wir uns in der Touristeninfo über Kanutouren erkundigt, wo man uns auch gut beraten hat.

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Eine gemütliche Kanutour sollte es heute also werden. Da wir aber keine Lust hatten unser Kanu aufzupumpen und weil uns das auch nicht geeignet für unsere Zwecke erschien, gingen wir zu dem uns empfohlenen Bootsverleih. Dort wurden wir mit einem Alukanadier, Schwimmwesten, 2 Paddel und einer Karte mit Infos zu schönen Plätzen ausgestattet. Noch ein bisschen Proviant einpacken und los ging es. Gemütlich paddelt wir an Häusern mit Bootshaus und Boot vor der Haustür vorbei. Dann wurde es nur noch grün rund um uns herum. Nach einer Weile mündet der Flussarm in einen See und dort gibt es eine kleinen Kanal zu einen kleinen Nebensee. Den mussten wir nur mit ein paar Libellen und Enten teilen. Ich konnte mich nur sehr schwer wieder von diesem Stück Juwel trennen, aber dann traten wir dann doch wieder die Rückreise an.

Wieder beim Bootsverleih zahlten wir erst einmal unsere Zeit mit dem Kanadier. Dann wieder zurück ins Auto, wo ich angefangen habe Essen herzurichten. Tobi wollte nochmal sein Glück mit den Friseuren versuchen…wie man auf den Fotos sehen kann ist er fündig geworden :-). Da wir aber nicht am Parkplatz in der Stadt essen wollten sind wir noch ein paar Km weiter gefahren. Ein Parkplatz auf halber Höhe zum Himmelbjerget.

Der Plan wäre gewesen von dort aus auf den Himmelbjerget zu „wandern“, aber um Tobi’s Kopf zu schonen haben wir uns doch für die motorisierte Variante entschieden. Der Himmelbjerget galt lange als die höchste Erhebung Dänemarks (ganze 149 m!!!). Oben steht auch ein Art Turm. Leider hat der Wärter aber in dem Moment (kurz vor 17:00 Uhr) Feierabend gemacht (wir haben die Arbeitseinstellung der Dänen ja schon erwähnt) und wollte uns leider nicht mehr rauf lassen. Der Blick auf die Seen der Silkeborgregion war trotzdem schön. Nachdem wir uns noch auf dem „Gipfelspielplatz“ ausgetobt hatten, ging die Fahrt weiter zum nächsten Einhunderter ;-).

Yiding Skovhøj (170,77) der lange als der höchste natürliche Punkt Dänemarks galt, jetzt aber doch von der Møllehøj abgelöst wurde, die ist immerhin noch mal 19 cm höher. Auf der Fahrt dorthin kommen wir noch zufällig an einem Art Oldtimertreffen vorbei, das lassen wir uns natürlich auch nicht entgehen. Auf der Skovhøj angekommen haben wir noch mal die warme Sonne auf der Picknickbank genossen und 2 Runden Skip-Bo gespielt. Da ist dann auch die Entscheidung gefallen, dass wir unseren Dänemarkurlaub heute beenden.

Unser letztes Ziel ist Ejer Bavnehøj. Auch hier 170 m hoch, aber noch ein großer Turm mit 13 m Höhe. Damit stehen wir jetzt wirklich am höchsten Punkt Jütlands. (Der Höchste Punkt Dänemarks sind die Betonpfeiler der Brücke über den großen Belt (245m!!)). Aber die Rundumsicht ist wirklich schön und so verabschieden wir uns hier innerlich schwermütig von diesem Land, das uns eine sehr schöne Zeit beschwert hat. Dann rollen wir auf die Autobahn und sehen schließlich im Rückspiegel das letztes Mal die Sonne über Dänemark untergehen. Bald sind wir an der Grenzen angekommen. Bye bye Dänemark – du wirst immer einen Platz in unserem Herzen haben!

Etwas Tempo rausgenommen…

Auf dem Rückweg aus dem Norden Dänemarks hatten wir geplant ein Wikingermuseum anzuschauen, leider waren wir etwas enttäuscht, als wir dort ankamen und benutzen dort lediglich das WC.

Leider hab ich mir eine kleine Erkältung zugezogen, deswegen gestalten wir den Tag eher ruhig und genießen die Sonne 🙂

Auf der Suche nach einem Stellplatz sind wir heute sehr wählerisch und fahren deswegen verschiedene Plätze an, bis wir den richtigen finden…

Bevor wir noch Bilder sortieren und hochladen, machen wir noch einen Spaziergang im angrenzenden Waldstück und Julia wagt ein Abenteuer…

Dienstag, 9. Juni

Heute geht unsere Reise wieder Richtung Süden, diesmal an der Ostküste Dänemarks. Und was uns gleich mal auffällt ist, dass irgendetwas fehlt…spätestens als uns die ersten Windräder in die Augen fallen geht uns ein Licht auf…der Wind fehlt! Und so sollte es auch den ganzen Tag bleiben…wir können als jetzt mit Fug und Recht sagen, dass wir EINEN windfreien Tag in Dänemark erlebt haben!! 🙂
Unsere Fahrt führt uns noch einmal durch Skagen, wo ich den Bahnhof aus dem Fenster fotografiere. Dann geht es gleich weiter in ein kleines, süßes Örtchen weiter südlich: Sæby. Nachdem wir ein paar mal im Kreis gefahren sind, haben wir schließlich auch einen Parkplatz für unser riesiges Gefährt gefunden.
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Auf gehts zu unserem Stadtbummel. Da es noch vor 10 Uhr ist beginnen die Läden sich erst langsam zu öffnen (die Dänen arbeiten nach dem Motto spät anfangen, früh aufhören 😉 ). Tobi fallen gleich die vielen Friseure auf und möchte gern einen ausprobieren, nachdem wir bei 5 verschiedenen waren geben wir auf. Alle arbeiten nur mit Terminen. Aber dafür können wir uns ganz dem Bummeln widmen. Wir sehen schöne Fachwerkhäuser in verschiedensten Farben, viele kleine Geschäfte, die lauter Krimskrams verkaufen. Eins hat auch gleich ein kleines Cafe dabei im Innenhof. Ein paar kleine Tische mit gepolsterten Stühle laden zum Verweilen ein. Da lassen wir uns nicht lange bitten und bald sitzen wir in der Sonne, jeder einen leckeren Smoothie vor sich. Ansonsten ist noch ein Balancierparcour für Kinder zu erwähnen, den ich gleich mal ausprobiere. Die Dänen wissen wirklich wie man tolle Kinderspielplätze gestaltet, dass fällt uns immer mehr auf.
Jetzt wollen wir aber weiter. Die Ostküste ruft. Bald finden wir einen schönen Parkplatz etwas entfernt von der Straße. Sogar mit schönen Sanitäranlagen und einem Außenwasserhahn, wo wir unser Wasser auffüllen können. Nachdem das erledigt ist spazieren wir durch Wald und Heide 200 m zum Strand. Das Meer ist hier deutlich ruhiger als auf der Westküste (natürlich auch weil kein Wind ist). Außerdem liegen massenhaft Muscheln herum und sogar Tobi packt die Sammlerfreude (und das will was heißen 😉 ). Leider spürt Tobi eine Erkältung kommen und wir gehen bald zurück zum WoMo.
Nach einer Stärkung ist es jetzt an mir uns zu chauffieren, damit Tobi sich ein bisschen erholen kann. Auf dem Weg machen wir einen Zwischenstopp an einer typischen dänischen Mühle. Dann noch ein Picknickplatz Lindholm Høj, von wo aus ich noch einen kleinen 10minuten Rundgang mache zu einem Grabfeld. Dort grasen auch viele Schäfchen, die ich natürlich gleich fotografieren muss.
Über die Høj hinunter geht es nach Aalborg. Die größte Stadt wahrscheinlich, die wir uns anschauen. Nach unserer Parkplatzsuche gehen wir entlang des Flusses der durch Aalborg fließt in die Altstadt. Man merkt gleich, dass das eine Studentenstadt ist. Generell gefällt uns der Mix aus Alt und Neu hier sehr gut, aber nach einer Stunde haben wir schon wieder genug von dem Stadtleben also ob in die Natur.
Unser Ziel ist ein See mitten im Wald in einem Nationalpark. Dort angekommen gehe ich noch schnell an den See, um ein paar Bilder vom Sonnenuntergang zu machen. Dann aber ab in die Federn, damit Tobi sich gut erholt.

Montag, 8. Juni

Nach einem leckeren Frühstück im warmen Wohnmobil freuen wir uns darauf, uns die Sanddünen von Rubjerg Knude aus der Nähe anzusehen. Nach einigen Minuten erreichen wir einem Parkplatz an dem es kostenlos Fahrräder zum Ausleihen gibt, um schneller ans gewünschte Ziel zu kommen – genau das richtige für unseren Freizeitstress 😉
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Also mit dem Fahrrädern Richtung des verschütteten Leuchtturms. Die Fahrräder lassen wir zurück, sobald die Düne beginnt und genießen den Fußmarsch durch den Sand. Umso näher wir dem Leuchtturm kommen, umso mehr bläst uns der sandige Wind ins Gesicht. Zu meiner Überraschung ist sowohl der Leuchtturm als auch die Ruinen der zwei Häuser vom Sand schon wieder freigegeben. Strom gibt es zwar im Leuchtturm noch, aus Sicherheitgründen ist aber leider die Treppe abgerissen, so dass wir am Boden bleiben müssen. Von den Häusern sind nur noch Ziegel übrig geblieben, die Betonschutzwand steht verlassen vor einer Hauswand. Tja, manchmal können Menschen einfach nichts ausrichten.
Nachdem wir beim Wohnmobil angekommen sind, machen wir uns auf den Weg zu Dänemarks größter Wanderdüne Rubjerg Mile. Als wir auf dem Parkplatz ankommen sind, ist dort schon etwas mehr los. Noch schnell in eine kurze Hose geschlüpft und schon geht es barfuß durch den warmen Sand. Von einem Hügel zum Nächsten, ein nettes Ehepaar bietet uns sogar an, vom uns gemeinsam Springfotos zu machen.
Kommt nach dieser Düne noch eine, und noch eine, und nochmal eine? So gehen wir weiter, bis wir am Ende der Dünenlandschaft nur noch niedriges Strauchgewächs sehen. Wir machen uns auf dem Rückweg, fotografieren einzigartige Sandformationen und ich erforsche die heimischen Käferarten mit ihrem Überlebensmöglichkeiten im endlosen Sand 🙂
Eigentlich wollten wir in der Nähe von Tornby Bjerg eine Kanutour machen, leider ist der Verleih Montags geschlossen – so lassen wir uns wenigstens die Fahrt auf 88m Höhe nicht entgehen.
Zwischen drinnen bleiben wir immer wieder an schönen Stränden stehen, schließlich speisen wir direkt auf einem Autostrand.
Mit vollem Magen machen wir uns auf zum nördlichsten Punkt von Dänemark. Auf den Straßen sehen wir immer öfter Wohnmobils und ehe wir uns versehen erreichen wir die Stadt mit den gelben Häusern und den roten Dächern mit weisen Rändern: Skagen. Am Standrand halten wir kurz an, um einen Küstenfeuerplatz zu besichtigen.
Wir lassen uns nicht lange aufhalten und fahren weiter zum nördlichsten Strand Dänemarks. Hier finden sich wieder ein paar Bunker und sehr breite Sandstrände. Dort kommen die beiden Meere, Skagerrak und Kattegat zusammen – echt interessant wie in Ufernähe die Wellen der beiden Gewässer zusammenschlagen. Das obligatorische Foto „ich stehe gleichzeitig in Skagerrak und Kattegat“ lassen wir und trotz der Albernheit nicht entgehen 🙂
Ganz in der Nähe des kostenpflichtigen Übernachtungsplatzes finden wir einen kleinen Parkplatz auf dem wir eine super Aussicht auf die untergehende Sonne haben. Nach einem Abendessen knippst Julia zahlreiche Fotos und wir trotzen dem kalten Wind mit einem wärmenden Tee. Kurz überlegen wir, ob wir gleich am nächsten Morgen gleich den Sonnenaufgang wieder anschauen sollten – der wäre ja nur fünf Stunden später – da fällt uns ein: wir sind ja im Urlaub 🙂

Wir fuhren nach Fur…

Schon sehr früh starten wir unsere Reise. Wir wollen heute auf die Insel Fur. Eine Insel, die auf unserem Weg zurück in den Norden mitten im Limfjord liegt. 5 Minuten dauert die Überfahrt und im Preis von 110 DKK ist die Rückfahrt gleich mit drinnen. Es gibt ja auch nur diesen einen Weg hin und zurück. Leider ist der Himmel über der Insel wolkenverhangen aber wir suchen uns erstmal ein Plätzchen am Meer um zu frühstücken.
Den ganzen Tag verbringen wir dann mit Erkundungen auf der Insel. Die größte Besonderheit sind hier die Molersteinbrüchr. Ein Art Tongestein, dass sehr leicht ist und hier abgebaut wird. Schön anzuschauen sind die Schichten, die man in den Steinbrüchen sieht, der Moler ist nämlich immer wieder mit Ascheschichten durchzogen. Dadurch kommen schöne Farben und Muster zustande. Ich bin voller Tatendrang und möchte am liebsten jedes Eck der Insel sehen. Tobi plagt aber schon der Hunger weshalb mir eine Snackpause an den Molerklippen am Strand einlegen. Die Sonne lässt sich auch immer öfter sehen und die Picknickbank zwischen den Büschen ist sogar windgeschützt. Nachdem wir auch noch den ‚Gammel‘ (Dänisch für ‚alt‘) Hafen besichtigt haben und die Insel im Prinzip einmal umrundet haben fahren wir wieder aufs Festland.
Jetzt geht es schnurstracks Richtung Norden. Leider müssen wir noch einmal ein kurzes Stück mit der Fähre fahren. Leider deshalb, da beim Herunterfahren von der Fähre ein kleines Missgeschick passiert. Der Seitenspiegel des neben uns stehenden LKWs wir von unserem rechten oberen Positionslicht gestreift. Das Licht ist kaputt und die Fassung des Seitenspiegel hat einen Sprung. Bevor wir uns jedoch groß Sorgen über Versicherungsgeschichten machen können tut der LKW Fahrer die Sache mit einem (und ich zitiere): „Shit happens every day“ ab und fährt weiter.
Den Schock verdauen wir erst mal bei einer Stärkung an einem schönen Picknickplatz bevor wir dann das letze Stück zu einem Parkplatz in der Nähe des Rubjerg Knude fahren. Dort steht auch schon ein Campingbus aus der Schweiz. Eine Frau winkt uns freundlich zu.
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Nachdem wir uns noch kurz die Bein vertreten haben heißt es wieder ab ins Alkoven nach einem vollen und schönen Tag!

Mach mal Pause!

Ganz entspannt können wir in den Sabbat starten. Nach dem Frühstück fahren wir die kurze Strecke zur Gemeinde Herning. Ein kleines Gebäude mit herzlichen Menschen, wie sich herausstellt. Als wir ankommen winkt uns Joachim schon in einen Parkplatz. Wir haben ihn vor ca 2 Wochen kennengelernt, als er zu Besuch in Österreich genauer gesagt einem Gemeindewochenende in Werfenweng war. Wir freuen uns über das Wiedersehen und, dass wir auch seine Schwester, seinen Neffen und seine Nichten kennenlernen können. In der Gemeinde wird dann sogar eine deutsche Sabbatschulgruppe für uns gemacht und es stellt sich heraus, dass es einige deutsche Familien hier gibt. In Herning gibt es nämlich eine adventistische Grundschule. Beim Potluck unterhalten wir uns noch weiter mit ein paar deutschen Einwanderern über die Umstellung und generelle Unterschiede von Land und Leuten…
Den Nachmittag und Abend verbringen wir dann mit Joachim, seiner Schwester und ihren Kids. Wir spazieren durch einen Art Schlosspark wo zahlreiche Blumen blühen und freuen uns über die schöne Gemeinschaft. Nach noch einem gemeinsamen Abendessen, Bibelspielen und Abendandacht sagen wir gute Nacht, da wir morgen schon sehr früh los starten wollen. Parken dürfen wir diese Nacht auf dem Parkplatz der Schule, die mitten in der Natur liegt und wo Joachims Schwester wohnt.

Sandede Bjerg

Nach einer guten Nacht starten wir wieder in einen sonnigen Tag.

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Erst wollen wir mal den Nationalpark Thy ein bisschen erkunden. Wir lassen heute die Fahrräder aber mal ruhen und fahren erst mit dem WoMo zu zwei verschiedenen Seen und gehen dann zu Fuß ein bisschen durch die Landschaft. Uns fällt gleich in der Früh auf, dass der Wind heute etwas weniger ist und auch die Sonne scheint kräftig. So zieht es uns richtig ans Meer. Auf unserer Fahrt weiter in den Norden machen wir ein paar kleine Abstecher, steuern aber sonst zielstrebig zu unserem eigentlichen Ziel für heute: der Bulbjerg. Eine 47 m hohe bewachsene Sanddüne. Falls sich jetzt jemand wundert warum er dann Bul“bjerg“ heißt (bjerg heißt wirklich Berg), dann geht es euch wie mir. In Dänemark nennt man scheinbar jede Erhebung Bjerg. Sobald eine Straße bisschen bergauf geht heißt sie auch gleich irgendwas mit Bjergvej (Bergweg). Aber zurück zum Bulbjerg. Nachdem wir mit dem WoMo oben angekommen sind, sehen wir gleich wieder einen der zahlreichen Bunker aus dem 2. Weltkrieg. Jetzt wird er allerdings als Toilette verwendet und ansonsten freuen sich die Kinder (bzw Tobi) über eine Klettermöglichkeit.

Nachdem wir die Aussicht über Land und Meer genossen haben, lockt uns der unter uns liegende Strand. Bepackt mit Picknickdecke und Wasser geht es über eine lange Treppe bergab. Unten angekommen machen wir es uns im Windschatten der Klippen gemütlich. Da könnte einem fast heiß werden. Aber zur Abkühlung genügt schon die Zehen ins Wasser zu halten. An Baden ist da wirklich nicht zu denken…

Ich begnüge mich mit fotografieren, schöne runde Steine sammeln und wir Aalen uns beide in der Sonne. In den Klippen haben sich übrigens zahllose Möwen eingenistet, so viele habe ich noch nie auf einmal gesehen.

Letztendlich treibt uns dann aber doch der Hunger wieder hinauf, und man kommt tatsächlich kurz ins schnaufen, wenn man da schnell hochsteigt auf den „bjerg“ zum Essen gibt’s heute leckere Burger, die wir sichtlich genießen…

Nachdem wir uns gestärkt haben entscheiden wir uns nach Herning aufzubrechen. Wir haben nämlich eine Einladung in eine Gemeinde bekommen, die wir trotz Umweg nicht ausschlagen möchten. So verabschieden wir uns von unserem schönen Plätzchen und machen uns auf den Weg wieder südlich. Nachdem wir in Herning die Gemeinde ausfindig gemacht haben, suchen wir noch einen Übernachtungsplatz. Hier hilft uns diesmal unser Navi, auf dem wir einen Parkplatz im Grünen finden. Nur 10 min von der Gemeinde entfernt und eine kleiner Fluss inklusive See (Sø auf Dänisch) ist auch gleich dabei.

 

Ganz in Ruhe starten wir den Sabbat und freuen uns schon auf die Gemeinschaft morgen.

Radeln, Kanufahren und entspannen

So wie der Tag gestern ausgeklungen ist fängt er auch wieder an. Die Sonne wärmt schon unser WoMo und wir müssen nicht mal einheizen. Wir setzten unsere Reise gleich fort zum Bovbjerg Fyr (Leuchtturm). Ganz in rot strahlt er uns über die sanften Wiesen entgegen. Dahinter geht es dann steile Lehmklippen zum Strand hinunter. Der Wind ist hier natürlich wieder täglicher Begleiter. Dafür wird uns während des Frühstücks auch direkt vor dem Fenster eine Flugshow geboten. Zwei Männer steuern gekonnt ihre Segelflugzeuge. Wir sehen Loopings, Schrauben, Hammerköpfe,… Tobi klärt mich über die verschiedenen Namen der Kunststücke auf, man lernt nie aus. Außerdem nutzen auch ein paar Paraglider den starken Wind aus.

Wir bleiben aber am Boden und packen unsere Fahrräder aus. 44 km geht es durch die Landschaft und wir kommen an schönen Plätzchen und teilweise Wegen vorbei, die es laut Tobi nicht wert sind Fahrradweg genannt zu werden. Aber wir werden mit schöner Natur belohnt und finden auch einen schönen Platz am Wasser, den wir später mit dem WoMo wieder besuchen. Aber erst heißt es nochmal fest in die Pedale treten, denn wir müssen die letzten 15 km gegen den Wind strampeln. Am Ende sind vor allem unsere Hinterteile froh, dass sie sich wieder in die bequemen WoMo-Sessel setzen dürfen…

Wir fahren also zu unserem soeben entdeckten Platz und stärken uns. Anschließend möchte Tobi gern unser Kanu ausprobieren. Nachdem wir es endlich fertig aufgepumpt hatten, starten wir einen ersten Versuch (die Jungfernfahrt unseres Kanus obwohl schon ein Jahr alt). Wir sind jedoch etwas enttäuscht über die Wasserlage und nach ein bisschen herumpaddeln haben wir schon wieder genug… Der Wind ist außerdem wieder stärker und die Zeit fortgeschritten. Also alles wieder einpacken.

Während wir am Zusammenräumen sind kommt eine Kinderschar daher, anscheinend ein Art Lager und plötzlich haben die Kinder lauter Fische in der Hand…ihre Aufgabe: lebendige Fische töten und ausnehmen, wir sind etwas angeekelt, um es gelinde zu sagen…die Kinder teilweise auch und teilweise sind wir erstaunt, wie selbstverständlich sie damit umgehen…

Wir nehmen nochmal a 70 km unter die Räder und finden einen schönen Rastplatz im Nationalpark Thy, wo wir es uns gemütlich machen…

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Einzigartige Aussichten!

Es ist unglaublich, aber tatsächlich scheint heute Morgen wieder die Sonne. Da hält es uns nicht lang im Bett… Schnell aufstehen und gleich losfahren, zu einem schöneren Ort für unser Frühstück. Auf dem Weg noch tanken und uns den ganzen Tag freuen, dass wir keine billigere Tankstelle sehen! Bald sind wir an unserem Frühstücksplatz angekommen. Ein Parkplatz bei den ‚Mennesker ved Havet‘. Vier übergroße weiße Steinmänner, die stocksteif aufs Meer hinausschauen. Nach unserem Frühstück machen wir noch Fotos und ziehen weiter.

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Der Leuchtturm in Blavand ist unser Ziel. Das ist gleichzeitig auch der westlichste Punkt von Dänemark. Eigentlich wollten wir die Aussicht von oben genießen, aber der Leuchtturm ist leider geschlossen. Wir nehmen an wegen des starken Windes. Apropos Wind. Wir haben jetzt schon einige Facetten des Wetters in Dänemark kennengelernt, aber Windstille war definitiv nicht dabei. Das Gute am Wind ist allerdings, dass er sehr schnell die Wolken weg bläst, nur leider halt auch neue nach…der Wetterbericht lässt allerdings Gutes hoffen. Jetzt aber zurück zum Leuchtturm. Nachdem uns die Aussicht von oben verwehrt ist machen wir noch einen Spaziergang am Strand. Zu erwähnen sind die vielen Bunkeranlagen aus dem 2. Weltkrieg, die hier zu Hauf zwischen den Dünen und am Strand stehen. Besser gefallen mir die kleinen Ferienhäuschen die sich in die Dünen schmiegen, sehr idyllisch! Ausgedehnte Spaziergänge sind hier allerdings nicht möglich, denn bald leuchtet wieder eines der vielen gelben Schildchen entgegen, auf denen ein Scharfschütze zu sehen ist. Das Gebiet rund um den Leuchtturm ist nämlich Militärgebiet, da wollen wir natürlich kein Risiko eingehen. Uns ist es sowieso zu windig und so setzen wir unsere Reise fort.

Ein kurzer Abstecher zum Vejersstrand, der ebenfalls befahrbar sein soll. Uns ist das ganze nicht so geheuer und wir parken lieber davor. Nach einem kurzen Spaziergang haben wir erstmal genug von Strand…uns zieht es etwas ins Landesinnere.

Blabjerg, die höchste bewachsene Düne in Dänemark. Ganze 64 m soll sie hoch sein. Bevor wir jedoch dorthin fahren erst einmal Mittagessen. Im WoMo-Buch wird uns ein Picknickplatz mit schöner Aussicht ganz in der Nähe des Blabjergs empfohlen und genauso ist es. Wir genießen ein gutes Essen mit schöner Aussicht.

 

Dann erklimmen wir den Blabjerg, die restliche Meter führen über eine Lange Treppe. Oben hat man eine schöne Aussicht auf den Filsö (ein See) und bis zum Meer.

Jetzt werden wir aber wieder sportlich aktiv. Hier gibt es wieder eine der vielen Panoramarouten. Diesmal ist es die 406 auch genannt: eine Radtour am See. Wir starten direkt am Blabjerg. Ein Teil der Route wird gerade geteert, aber wir gehen einfach ein paar Meter übers Feld…diese Touristen! Dann geht es ohne weitere Zwischenfälle weiter. Wir kommen an einem privaten Marmeladenverkauf vorbei, legen das Geld in die dafür vorgesehene Box und freuen uns morgen früh auf eine Erdbeer-Rhabarber Marmelade. Ein Teil des Weges führt mitten durch den See hindurch und am Ende geht es durch ein schönes Waldgebiet. Ein bisschen wie auf der Alm zu Hause.

Wir sind beide der Meinung, dass das eine sehr schöne Radtour war und fahren jetzt weiter zu unserem nächsten Übernachtungsplatz. Die Landschaft gefällt uns sehr. Die Dünen und die Felder mit den Farbtupfern der Blumen, dazwischen die Ferienhäuschen. Und dann noch bei blauem Himmel, wir sind entzückt! Ein kurzer Zwischenstopp noch bei einem weiteren Leuchturm, von wo aus wir auch den kurzen Weg auf die Dünen nicht scheuen…ein genialer Blick auf die Küste ist der Dank. Sehr raue See, starker Wind, die Dünen, alles in allem gefällt uns Dänemark jeden Tag besser!

 

Jetzt sollte aber dann doch ein Übernachtungsplatz her. Darum noch ein paar Kilometer weiter fahren, bis jetzt sind uns nämlich viele Schilder mit Parkverbot für WoMos von 21:00-7:00 begegnet. Unser WoMobuch lässt uns jedoch nicht im Stich. Neben der Straße geht es eine Schotter/Sandstrasse hinauf auf eine Art Hochebene. Kein Verbotsschild, keine Menschenseele weit und breit und von der Straße aus nicht zu sehen. Jetzt erstmal noch ein Abendsnack. Habt ihr auch den Eindruck, dass wir ständig am Essen sind?!? Aber die frische Luft und die Bewegung machen eben hungrig und außerdem haben wir soviel leckere Sachen eingekauft…
Nur wenige Schritte über die Dünen trennen unseren Stellplatz von Strand und so sehen wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang. Ein perfekter Ausklang für einen perfekten Tag.

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